Neue Richtlinien fuer die Kenntlichmachung von Gross- und Schwertransporten

Frachtguttransporte, deren Masse die zulaessigen Abmessungen des § 32 StVZO ueberschreiten oder die zulaessige Laenge oder Breite nach § 22 StVO ueberschreiten, gelten als Gross- bzw. Schwertransporte. Da diese Transporte eine uebermaessige Belastung fuer die Strassen sowie fuer andere Verkehrsteilnehmer bedeuten, muss ihr Einsatz gesondert geregelt werden.

Schwertransport© Guenter Menzl – Fotolia.com

Gross- und Schwertransporte beduerfen einer vorherigen Genehmigung. In Abhaengigkeit von Hoehe, Laenge und Breite des Fahrzeugs samt seiner Ladung koennen sogar Begleitfahrzeuge und/oder die Begleitung durch die Polizei erforderlich sein.

Neue Richtlinien bereits in Kraft

Weitere Vorgaben bei der Durchfuehrung von Gross- und Schwertransporten enthalten die Richtlinien ueber die Kenntlichmachung ueberbreiter und ueberlanger Strassenfahrzeuge sowie bestimmter hinausragender Ladungen. Diese Richtlinien stammen jedoch urspruenglich aus dem Jahr 1962. Zuletzt wurden die Richtlinien vor mehr als 30 Jahren – im Jahr 1983 – geaendert, weshalb sie den technischen Gegebenheiten nicht mehr entsprechen. Wie die Bundesfachgruppe Schwertransporte Kranarbeiten e.V. kuerzlich verkuendete, haben sich die Regelungen fuer Gross- und Schwertransporte unlaengst geaendert. Die ueberarbeiteten Richtlinien wurden bereits im Verkehrsblatt Nr. 8/2015 vom 30. April 2015 veroeffentlicht und loesen damit die vorherigen Richtlinien fuer die Kenntlichmachung von Gross- und Schwertransporten ab diesem Tag ab.

Richtlinien beruecksichtigen Stand der Technik

In der novellierten Fassung der Richtlinien wurde vor allem dem technischen Fortschritt der letzten 30 Jahre Rechnung getragen und die Kenntlichmachungsmittel dem Stand der Technik angepasst. Als neue Kenntlichmachungsmittel sind nun neben zahlreichen anderen Moeglichkeiten u.a. bauartgenehmigte Parkwarntafeln zulaessig. Es wird in der neuen Fassung ausserdem zwischen Kenntlichmachung von ueberbreiten Fahrzeugen (ohne Ladung) und der Kenntlichmachung hinausragender Ladung unterschieden. Bei einem Ladungsueberstand nach hinten von mehr als 1 m muss kuenftig auch eine Kenntlichmachung der Ladung zur Seite erfolgen.

http://www.logistik-watchblog.de/neuheiten/269-neue-richtlinien-kenntlichmachung-gross-schwertransporten.html

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