Warnstreiks bei der Post gehen weiter

Bundesweit rechnet die Gewerkschaft Verdi mit rund 5000 Streikenden. Die Beschaeftigten hoffen auf ein Angebot der Arbeitgeber.

Berlin. Vor der naechsten Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt bei der Post hat die Gewerkschaft Verdi ihren Forderungen mit weiteren Warnstreiks am Montag Nachdruck verliehen. Bundesweit rechne die Gewerkschaft mit rund 5000 Streikenden, sagte ein Gewerkschaftssprecher. Der Schwerpunkt des Ausstandes lag im Bereich der Brief- und Paketzustellung. Betroffen waren unter anderem Nordrhein-Westfalen, Hessen, Baden-Wuerttemberg, Bremen und Niedersachsen.

Verdi-Verhandlungsfuehrerin Andrea Kocsis betonte: „Den Beschaeftigen ist es ernst. Sie erwarten von ihrem Arbeitgeber endlich ein vernuenftiges Angebot.” Die fuenfte Tarifverhandlungsrunde soll am Mittwoch und Donnerstag in Koenigswinter bei Bonn stattfinden.

Hintergrund der Streiks ist der Aufbau eines Paketzustellernetzes durch die Gruendung von 49 regionalen Gesellschaften. Dort arbeiten bereits mehr als 6000 Menschen, darunter viele ehemals befristet Beschaeftigte der Post. Bezahlt werden sie aber zu niedrigeren Loehnen. Verdi sieht in dem Vorgehen einen Vertragsbruch und fordert fuer 140.000 Beschaeftigte als Ausgleich eine Verkuerzung der woechentlichen Arbeitszeiten von 38,5 auf 36 Stunden mit vollem Lohnausgleich.

Das Unternehmen hatte unter anderem angeboten, den Kuendigungsschutz fuer die Beschaeftigten um drei Jahre bis 2018 auszuweiten sowie Heiligabend und Silvester wieder als arbeitsfreie Tage einzufuehren. Verdi hatte von einer Mogelpackung gesprochen und das Angebot zurueckgewiesen. (dpa)

http://feedproxy.google.com/~r/Verkehrsrundschaude-Nachrichten/~3/sIIY6j6Thhk/warnstreiks-bei-der-post-gehen-weiter-1637287.html

Advertisements